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29.01.2019
Junona und Avos
Russisches Theater / Rockoper
Wo:
Admiralspalast - Theater
Friedrichstraße 101-102
Deutschland-10117 Berlin
Wann:
29.01.2019
19:30 Uhr
Anfahrtskizze

Bildquelle: Starsarena
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Auf zahlreiche Bitten der Zuschauer kehrt die legendäre Rockoper „Juno und Avos“ auf die deutschen Bühnen zurück! Gespielt von der vollständigen Lenkom-Theatertruppe in Chor-und Orchester-Begleitung!

„Juno und Avos“ ist „Der blaue Vogel“ von „Lenkom“, das Markenzeichen des Mark Sacharow-Theaters. Die Premiere fand am 08. Juli 1981ohne einen einzigen Anschlag statt, denn auf unerklärliche Weise wurde diese Inszenierung in der UdSSR auf Anhieb bewilligt. Und das ungeachtet der Tatsache, dass dabei auf der Bühne die Gottesmutter von Kasan und das Andreaskreuz erschien, es wurde gebetet, es wehten Kirchenfahnen und die Menschen bekreuzigten sich. Gleichzeitig tanzten flott auf der Bühne halb bekleidete Matrosen, es gab Erotik, Leidenschaft und Heiterkeit. Deswegen deutete man die Bewilligung dieser Inszenierung als Vorsehung. „Juno und Avos“ ist das Ergebnis der schöpferischen Bruderschaft des Dichters Andrej Wosnessenskij, des Komponisten Alexej Rybnikow, des Regisseurs Mark Sacharow, des Bühnenbildners Oleg Schejnziss und des Choreografen Wladimir Wassiljew. Nikolaj Resanow und Conchita, gespielt von Nikolaj Karazenzew und Elena Schanina, wurden zu einer Bühnenlegende. Dieser Inszenierung liegt eine wahre historische Begebenheit zugrunde. 1806 weilt der russische Reisende Nikolaj Resanow in Kalifornien, wo er sich in die junge Conchita Argüello, die Tochter des Kommandanten von San Francisco, verliebt. Das Paar verlobt sich, aber Resanow muss bald nach Alaska zurückkehren, um später nach Sankt-Petersburg zu reisen und sich dort um die Erlaubnis für die Ehe mit einer Katholikin zu bemühen. Unterwegs erkrankt der russische Reisende schwer und stirbt kurz darauf an den Folgen seiner Krankheit. Conchita wartet noch lange auf ihren Liebsten und glaubt den Gerüchten über seinen Tod nicht. Erst 30 Jahre später erfährt sie die genauen Umstände seines Todes und geht darauf hin in ein Dominikaner-Kloster, wo sie als Nonne die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens verbringt. Seit der Uraufführung sind inzwischen fast 35 Jahre vergangen, aber alle Vorstellungen von „Juno und Avos“ bleiben restlos ausverkauft. Aus den bewegenden und unruhigen Jahren nationaler Geschichte ging die Rockoper als Siegerin hervor. Sie erlebte den Ruhm und die bitteren Verluste des Lenkom-Theaters, war Zeugin zahlreicher Debüts und Abschiede. Und die Tatsache, dass der Schauspieler Alexander Abdulow nie wieder auf der Bühne stehen, der Dichter Andrej Wosnessenskij nie wieder im Zuschauersaal sitzen, der Bühnenbildner Oleg Schejnziss nie wieder hinter den Kulissen stehen und der Schauspieler Nikolaj Karazenzew nie wieder die beste Rolle seines Lebens spielen wird, verleiht dieser Inszenierung eine besondere Aura, wie es im Theater so oft der Fall ist. Das Stück gibt dem Publikum einen mächtigen positiven Impuls aus Ehre, Liebe und hohen Gefühlen. Und auch wenn heute die Rockmusik der 80er Jahre zur Hintergrundmusik wurde und man eine Liturgie sowohl in der Kirche als auch im Konservatorium hören kann, werden die lyrischen Themen dieses Bühnenstücks, die Hits des Komponisten Rybnikow, wie guter Wein mit den Jahren noch besser und die Tanzplastik von Choreograf Wladimir Wassiljew verliert nicht an Leidenschaft.
Aber am Wichtigsten ist die Regiearbeit. In dieser Inszenierung setzte Mark Sacharow sein gesamtes Geheimwaffenarsenal ein: den hypnotischen Kontakt, die Zickzack-Regie und die Montage von Extremszenen. Er gab diesem Bühnenstück eine besondere Atmosphäre – den Salzwind, den Heckenrose- Geruch, den pikanten Duft der Leidenschaft und den heißen Atem des Gefechts. Deswegen war jeder Schauspieler, der im Laufe der Jahrzehnte in dieser Inszenierung mitspielte, bestrebt, eine hervorragende Leistung zu bringen und hingebungsvoll zu arbeiten. Die Fangemeinschaft der Inszenierung besteht inzwischen aus drei Zuschauergenerationen, die sozusagen dieses Theaterfest von Hand zu Hand weiterreichen. In den Vorstellungen tanzt heute im Zuschauersaal die Jugend – Kinder und Enkelkinder der ersten Fangeneration. „Juno und Avos“ segelt hinter den Horizont.

Auch heute zählt „Juno und Avos“ zu den beliebtesten Stücken im Lenkom-Spielplan und die Karten für die Vorstellungen sind heiß begehrt. Nutzen Sie die seltene Chance, die berühmte Rockoper auf den Bühnen Deutschlands sehen zu können!
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